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An unsere Aktionärinnen und Aktionäre

Geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre

In grosser Geschwindigkeit verbreitete sich 2020 Covid-19 über den ganzen Erdball und die Welt war im Ausnahmezustand. Sowohl in Gabun, in Brasilien, in den Niederlanden und auch in der Schweiz war Precious Woods von den Auswirkungen betroffen. Dies legen wir ihnen im Geschäfts­bericht im Detail dar. Die erhöhten Massnahmen des Gesundheitsschutzes, der zeitweise reduzierte Personalbestand, zwei schwerwiegende Krankheitsfälle mit Todesfolge oder die eingeschränkten Reisemöglichkeiten unseres Managements, unserer ausländischen Mitarbeitenden in Gabun oder unseren Verkaufsspezialisten verlangten von all unseren Mitarbeitenden viel Flexibilität, Durchhaltewillen und Anpassungsfähigkeit. Und zusätzlich war es eine steile Lernkurve in Bezug auf die Nutzung von digitalen Kommunikationsmitteln für die Führungsarbeit über Kontinente und Sprachenvielfalt hinweg. Dass wir trotz der ausserordentlichen Situation dieses Jahr in der dargelegten Weise gemeistert haben, ist eine hervorragende Leistung des gesamten Teams. Die erzielten operativen Erfolge stimmen uns zuversichtlich für die kommenden Jahre.

Ein erfolgreiches operatives Jahr 2020

Über die Gruppe betrachtet, steigerten wir den Umsatz, den Ertrag und unsere Produktionsleistung im Vergleich zu den normalisierten Vorjahreswerten. Die Ertragssteigerungen in Brasilien sind sichtbar, jene in Gabun sind noch in den hohen Lagervolumen verborgen. Das Ausmass der infrastrukturellen Schwierigkeiten in Gabun war in diesem Jahr besonders hoch und beeinträchtigte die Tätigkeit, unser Team und die Liquidität enorm. Insgesamt lässt sich jedoch trotzdem festhalten, dass wir uns in den Sägewerken erfreulich entwickeln: technisch, ertrags- und volumenmässig. Und wir fällen heute gute und rasche strategische und operative Entscheide. Dies ist besonders von Bedeutung in Situationen, die nicht immer planbar sind. Dass wir im Jahr 2020 einen Nettoverlust ausweisen, ist der besonderen Situation, der hohen Zinslast sowie dem schlechten Ergebnis von TGI, unserem Furnierwerk, geschuldet.

Gute Aussichten für Holz – und auch für Tropenholz

Die weltweite Nachfrage nach Holz steigt. Im 2020 mussten wir Preiseinbussen aufgrund von hohen Lagervolumen unserer Kunden, Unsicherheiten der pandemiebedingten Marktentwicklung oder auch Einschränkungen bei einzelnen Produzenten hinnehmen. Diese Situation wird sich im 2021 verbessern und wir erwarten steigende Preise und eine belebte Nachfrage. Die Herausforderung wird sein, dass wir unsere vielseitigen Tropenhölzer auch im Bausektor oder im Absatzkanal von Do-it-yourself-Märkten einsetzen können. Dies erfordert weitere Investitionen in die Weiterverarbeitung und vermehrtes technisches Know-How unserer Teams.

Investitionen in die Zukunft und neue Partnerschaften

In Gabun konnte das neue Sägewerk für Hartholz im Frühjahr 2020 verzögert in Betrieb genommen werden. Seit Jahres­beginn 2021 arbeiten wir zweischichtig und wir glauben fest daran, dass die erfolgten Investitionen zu künftigen Erträgen beitragen. Gleichzeitig sind wir überzeugt, mit der neuen Partnerschaft für unsere Furnierproduktion in Owendo (TGI), eine zukunftsfähige Lösung für die erfolgreiche Weiterentwicklung dieser Tätigkeit gefunden zu haben. Die neue Gesellschaft «Compagnie des placages de la Lowé» (CPL) ist seit dem ersten Oktober 2020 aktiv und verstärkt die Kompetenz von Precious Woods in verschiedenen Bereichen.

In Brasilien führten während dem Berichtsjahr die kleineren Erneuerungs- und Ersatzinvestitionen zu den in diesem Bericht dargelegten Volumen-, Produktivitäts- und Ertragssteigerungen. Auch an diesem Standort waren und bleiben strategische Investitionen notwendig. Einerseits beabsichtigen wir, die Anteile an der BK Energia zurück zu kaufen, so dass wir zu 100 % im Besitz dieser verlängerten Wertschöpfung sind. Andererseits hoffen wir, uns zusätzliche staatliche oder private Konzessionen zu sichern und damit unsere Tätigkeit langfristig auszubauen. «Use it or lose it» bleibt in Bezug auf die Nutzfunktion der intakten Waldflächen in dieser Region unser erklärtes Ziel.

Unsere Glaubwürdigkeit ist und bleibt unser wichtigstes Asset

Audits für beispielsweise die FSC- oder PEFC-Re-Zertifizierung gehören seit Jahren zu den Prozessen der Fremdüberwachung. Zusätzlich überprüfen wir weitere Tätigkeiten, z.B. nach den Kriterien des jährlichen «Forest 500 assessments», einer Initiative von Global Canopy. Dabei wird u.a. untersucht, welche Beiträge eine Unternehmung leistet, das Risiko zur Abholzung der Tropenwälder zu minimieren. Wir dürfen stolz sein, aus einer Reihe von 500 Unternehmen und Finanzinstituten an erster Stelle der weltweiten Holzver­arbeiter und an elfter Stelle über alle Unternehmen eingeordnet worden zu sein. Ebenso stolz können wir auch auf die Klassierung der SPOTT (Sustainability Policy Transparancy Toolkit) sein, einer Initiative der ZSL (Zoological Society of London). Hier erreichte Precious Woods den zweiten Platz von 100 untersuchten Unternehmungen.

Ausblick und Dank

Infrastrukturelle und institutionelle Hindernisse sowie die Auswirkungen der weltweiten Pandemie haben wiederum unsere Tätigkeiten beeinträchtigt. Mit einem Umsatzwachstum von 4.1 % und einer EBITDA-Marge von 12.5 % (Vorjahr 13.2 %) dürfen wir trotzdem auf ein einigermassen erfolgreiches Jahr 2020 zurückblicken. Dank den getätigten Investitionen, der aktuellen Marktsituation sowie unserem bewährten und langjährigen Management sind wir auch für das kommende Jahr zuversichtlich.

An dieser Stelle bedanke ich mich im Namen des gesamten Verwaltungsrates für die gezeigte Flexibilität, das grosse Engagement und die gute Leistung des Managements in der Schweiz, in Gabun und in Brasilien. Die Aufgaben und die Rahmenbedingungen waren während dem Jahr 2020 besonders anspruchsvoll und herausfordernd. Im Vertrieb, in den Produktionen, bei der Führungsarbeit oder auch bei der Erbringung von Support-Dienstleistungen. Und ich bedanke mich bei unseren über 1 500 Mitarbeitenden von Precious Woods für das gezeigte Miteinander und den grossen Einsatz. Ebenfalls danke ich Markus Brütsch für sein ausserordentliches Engagement, seine Nervenstärke und für die transparente und verlässliche Führungs- und Zusammenarbeit. Und ich danke meinen Kollegen im Verwaltungsrat für die jederzeit konstruktive und enge Zusammenarbeit. Ich möchte den monatlichen, virtuellen Austausch nicht mehr missen. Trotzdem hoffe ich, dass bald wieder physische Treffen möglich werden.

Zu guter Letzt danke ich im Namen des gesamten Verwaltungsrates und den Mitarbeitenden unseren Aktionärinnen und Aktionären. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Treue und dafür, dass Sie unsere Tätigkeit und unser Engagement weiterhin unterstützen, begleiten und fördern.

Wir haben uns entschieden, auch die diesjährige Generalversammlung ohne physische Präsenz der Aktionärinnen und Aktionäre durchzuführen. Wir hoffen sehr, Sie in der zweiten Jahreshälfte 2021 zu einem Anlass einladen und bei dieser Gelegenheit den geschätzten Austausch pflegen zu können.

Herzlichst, Ihre

WSGE_DP_GR_Unterschrift_Chairman

Katharina Lehmann

Verwaltungsratspräsidentin