Weiterhin viel Ressourcen für Altlasten und Sonderfaktoren
Zurzeit sind rund 420 000 Hektaren der Waldfläche (Eigenbesitz und kleinere Konzessionen) erntefähig. Wir haben weitere Anstrengungen unternommen, die rechtlich noch nicht gesicherten Landtitel zu legalisieren sowie neue Konzessionen zu evaluieren und zu sichern. Ebenfalls versuchen wir, Landflächen, die sich in Schutzzonen befinden (rund 45 000 ha), mit produktiver, nutzbarer Fläche zu tauschen. Dazu stehen wir in Verhandlung mit der Regierung.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden bereits Wertberichtigungen auf rund 60 000 ha Landfläche vorgenommen, die vorher nur teilweise abgeschrieben waren, weil wir erwarteten, den Rechtsstreit zu verlieren. Die Übertragung der Landtitel erfolgte Anfang 2021 und wir konnten gleichzeitig dafür einen Konzessionsvertrag abschliessen.
Die Zertifizierungsaudits nach den Standards von FSC und PEFC wurden 2020 ohne Bemerkungen erfolgreich bestanden. Ausserdem durften wir die Zusatzzertifizierungen für Kohlenstoffbindung und Wasserschutz (EcoSystemServices) entgegennehmen.
Im Berichtsjahr ergaben sich keine neuen Erkenntnisse betreffend der beiden, hohen, angedrohten Bussen aus dem Jahr 2002 und 2007. Die damals erfolgte Strafandrohung der brasilianischen Umweltschutzbehörde IBAMA sowie eine angedrohte Grundstücksteuerbusse sind nach wie vor laufende Rechtsfälle unserer Anwälte. Wir gehen davon aus, dass sich die Angelegenheit mit den bereits getätigten Rückstellungen lösen lässt.
Precious Woods Amazon in Kürze
Precious Woods ist in Brasilien im Bundesstaat Amazonas seit 1996 tätig. PW Amazon betreibt bei Itacoatiara, 170 Kilometer östlich von Manaus, nachhaltige Forstwirtschaft auf 506 699 Hektaren eigenem Land und Konzessionen (Stand Ende 2020). PW Amazon ist seit 1997 nach den FSC-Kriterien zertifiziert. Im Dezember 2017 erfolgte zusätzlich die Zertifizierung nach den Richtlinien des PEFC. Zertifizierte Wälder werden auf der Grundlage eines geprüften Ernteplans auf nachhaltige Weise bewirtschaftet, indem auf einer Hektare Wald lediglich zwei bis drei Bäume in einem Zyklus von 35 Jahren geerntet werden. Diese sanfte und nachhaltige Nutzung schafft gleichzeitig eine Einkommensquelle für die einheimische Bevölkerung, was wiederum zum Schutz des Waldes beiträgt. Das geerntete Holz wird im eigenen Betrieb zu Schnittholz, Hobelware, Rammpfählen und Fertigprodukten verarbeitet. Die Holzprodukte werden nach Europa, in die USA und nach Asien exportiert sowie auf dem lokalen Markt verkauft.