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An unsere Aktionärinnen und Aktionäre

Geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre

2018 war in vielerlei Hinsicht ein anspruchsvolles Jahr. Verschiffungsprobleme zuerst in Brasilien und dann anschliessend in Gabun haben unsere Liquidität stark belastet und auch zu Zusatzaufwänden geführt. Zudem beeinträchtigten diverse Widrigkeiten unsere Infrastruktur, erschwerten die Logistik und auch unsere Produktionsmöglichkeiten. Zu guter Letzt wurden wir mit Rechtsentscheiden aus Fällen der Jahre 2008-2013 konfrontiert, welche uns rund EUR 1 Million kosteten. Unter Berücksichtigung all dieser Sondereffekte beurteile ich das erzielte Ergebnis als zufriedenstellendes Resultat. Und ich darf feststellen, dass Precious Woods die Herausforderungen der vergangenen Monate gut gemeistert hat.

Erfreuliche Entwicklungen und Rückschläge

Das Betriebsergebnis litt aufgrund der oben erwähnten Vorkommnisse und als Nettoergebnis resultiert ein Verlust. Sie finden detaillierte Erklärungen zu den Sondereffekten in den folgenden Segmentberichten. Zusammenfassend mache ich folgende Aussage: Hätten wir ein unbeeinträchtigtes Geschäftsjahr abschliessen können, hätte die Gruppe zumindest ein Break-even Ergebnis ausweisen können. Denn die dargelegten Zahlen bringen die operativen Fortschritte der Betriebe in Gabun, in Brasilien sowie der Vertriebs-, Handels- und Holdingaktivitäten zu wenig zum Ausdruck. Ohne Sondereffekte und Währungseinflüsse hätten wir zumindest das Vorjahresniveau erreicht.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Brasilien. Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse, die Erhöhung der Verarbeitungsmengen und die Steigerung der Ausbeute haben zu einen positiven Resultat geführt. Ebenfalls leistet unsere Handelstätigkeit zunehmende Beiträge. Das Ergebnis in Gabun ist beeinträchtigt durch einen ausserordentlichen Betriebsunterbruch und einen ungeplanten Lageraufbau aufgrund von Verschiffungsverzögerungen. Die Folge daraus sind etwas tiefere Produktionsmengen sowie nicht realisierte Margen im abgebildeten Geschäftsjahr. Beides bedeutet negative Effekte auf unser Ergebnis. Obwohl wir wissen, dass wir noch viel Verbesserungspotential haben, stimmt mich die Entwicklung der Gruppe insgesamt sehr positiv.

Erschwerter Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten

Die noch immer zu hohe Fremdverschuldung führt dazu, dass wir die Finanzierung unserer Projekte nur erschwert und sehr teuer sicherstellen können. Wir wollen jedoch die Tätigkeit und Wirkung der Gruppe ausbauen und die dafür notwendigen Investitionen vornehmen. Noch hat Precious Woods keinen Zugang zu Bankkrediten oder konventionellen Finanzierungsmöglichkeiten. Selbst sogenannte Nachhaltigkeitsfonds erwarten meist eine 2-stellige Rendite ihres Investments, welche wir in unserem Sektor nicht bieten können. Zunehmend stellen wir uns die Frage, weshalb unser aussergewöhnlicher Leistungsausweis in ökologischer und sozialer Hinsicht kein integrierter Bestandteil einer nachhaltigen Finanzrendite bildet bzw. weshalb die sogenannte Rendite auch von Nachhaltigkeitsfonds nicht mehrdimensionaler abgebildet, beurteilt und anerkannt wird. Es scheint, als wissen nur Sie als unsere Aktionäre und Aktionärinnen der Gesellschaft sowie unsere Darlehensgeber unseren kompromisslosen Einsatz für die Nachhaltigkeit zu schätzen. Dafür und dass Sie uns nach wie vor Ihr Vertrauen schenken, danken wir Ihnen an dieser Stelle von Herzen.

Investitionen in Nachhaltigkeit, Konzessionsflächen, Leistungserbringung und Märkte

Precious Woods bewirtschaftet nicht nur rund 7 % der weltweit zertifizierten Tropenwaldfläche und setzt sich damit seit rund 25 Jahren für den Schutz der Tropenwälder ein. Wir leisten auch wesentliche Impacts zur Erreichung der definierten Nachhaltigkeitsziele der UN. Beispielsweise leisten wir Beiträge zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner in und um unsere bewirtschafteten Waldflächen. Zusammen mit unseren Mitarbeitenden und deren Familien erreichen wir so mehr als 10 000 Personen, die von unserer Arbeit indirekt und direkt profitieren. Diese Wirkungskreisläufe wollen wir verstärken und parallel dazu unsere operative Tätigkeit ausbauen. Dazu gehört auch eine Erweiterung unserer Konzessionsflächen. Im Bereich der nachhaltigen, tropischen Forstwirtschaft gibt es immer weniger Betriebe, die bereit sind, die personellen und finanziellen Risiken auf sich zu nehmen und sich den erschwerten Bedingungen zu stellen. Hier möchte Precious Woods Verantwortung übernehmen, Kompetenzen und Erfahrung einbringen und damit eine noch grössere Waldfläche nachhaltig sichern.

Nebst zusätzlichen Flächen, die wir bewirtschaften wollen, setzen wir auf gezielte Investitionen in die Leistungserbringung und Wertschöpfung. Sowohl in Brasilien als auch in Gabun sind Projekte geplant, die die Ertragskraft der Gruppe stärken und weitere Beiträge zur sozialen Sicherheit und Sicherung unserer Aktivitäten in unseren Gebieten zu leisten vermögen. Nicht zuletzt werden wir unsere Aktivitäten der Markt- und Kundenbearbeitung verstärken. Wir vertrauen darauf, dass wir mit unserer Vielfalt an Produkten und unserer Glaubwürdigkeit auch weiterhin auf treue Kunden und Partner zählen dürfen.

Ausblick und Dank

Trotz des negativen Ergebnisses 2018 sind wir für das Geschäftsjahr 2019 zuversichtlich. Wir beabsichtigen, in beiden Produktionsstätten die Verarbeitungsmengen und die Ausbeute zu erhöhen und damit eine markante Profitabilitätssteigerung zu erreichen. Zudem werden gezielte Investitionen getätigt, die unsere Produktivität nochmals erhöhen. Wir sind überzeugt, dass mit den geplanten Massnahmen die Grundlagen für ein erfolgreiches Geschäftsjahr geschaffen werden. Ende 2019 wird das neue Sägewerk für Hartholz in Gabun fertiggestellt, und ab 2020 werden wir die Produktion aufnehmen. Wir erhoffen uns aus dieser Investition in Zukunft eine nachhaltige Produktion und Verarbeitung einer zusätzlichen Menge von Hartholz.

Precious Woods kann auf hochmotivierte, langjährige und engagierte Mitarbeitende an unseren drei Standorten in Brasilien, Gabun und in der Schweiz zählen. Diese sind der wichtigste Bestandteil und gleichzeitig Garant unseres Erfolges. Denn ohne den enormen Einsatz des gesamten Teams und all der Fach- und Führungskräfte wäre die anspruchsvolle Aufgabe unserer Unternehmung nicht zu bewältigen. Im Namen des Verwaltungsrates danke ich deshalb all unseren 1 400 Mitarbeitenden sowie der Gruppenleitung im Vertrieb, in Stabstellen und in den Operationen für das grosse Engagement zum Wohle unserer Gruppe.

Ein spezieller Dank gilt unserem CEO, CFO und gleichzeitig Delegierten des Verwaltungsrates, Markus Brütsch. Er leistet nicht nur einen unermüdlichen Einsatz für unsere Unternehmungen vor Ort und in der Schweiz. Er lenkt, führt, entwickelt und prägt unsere Unternehmung und wir sind sehr dankbar, weiterhin auf sein Engagement zählen zu dürfen. Des Weiteren richtet sich ein grosses Dankeschön an meine weiteren Kollegen im Verwaltungsrat, Jürgen Blaser und Robert Hunink. Ich bin sehr dankbar für all die wertvollen, fachkundigen, kritischen und konstruktiven Beiträge, die nicht nur von mir, sondern auch von der Gruppenleitung äusserst geschätzt werden. Wir alle sowie unsere Mitarbeitenden in Gabun und in Brasilien profitieren ebenfalls von Eurem Fachwissen, Eurer tatkräftigen Unterstützung und Eurem Einsatz.

Mein grösstes Dankeschön gilt unseren Aktionärinnen und Aktionären. Precious Woods und ich persönlich danken Ihnen von Herzen für Ihre Treue, für Ihre Unterstützung und für Ihr Wohlwollen zugunsten unserer mehrdimensionalen Tätigkeit. Ohne Sie wären das Heute und das Morgen unserer Mission und Operation nicht möglich. Und wir vertrauen darauf, dass Sie uns weiterhin auf unserem Weg einer Pionierunternehmung begleiten, die in Bezug auf die Nachhaltigkeit, sowohl in ökonomischer als auch ökologischer und sozialer Hinsicht Massstäbe zu setzen vermag.

Herzlichst, Ihre

WSGE_DP_GR_Unterschrift_Chairman

Katharina Lehmann

Verwaltungsratspräsidentin