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Höheres Erntevolumen, gesteigerte Produktionsmengen, höhere Ausbeute

Mengen- und Ausbeutesteigerungen

Das Erntevolumen lag bei 156 100 m3 und damit 1.1 % höher als im Vorjahr. Im Sägewerk wurden 155 300 m3 Rundholz verarbeitet, 27.5 % mehr als im Jahr zuvor. Die Aus­beute konnte erneut gesteigert werden. Daraus resultiert eine um 33.0 % höhere Schnittholzproduktion von 34 350 m3 (Vorjahr: 25 820 m3). Das Produktionsjahr begann Mitte Januar. Die jährlichen Unterhaltsarbeiten konnten planmässig und gestaffelt unter dem Jahr vorgenommen werden, so dass die Produktion nur unwesentlich eingeschränkt war.

Das Erntegebiet 2019 war in zwei unterschiedliche Gebiete aufgeteilt. Das Ministerium erteilte uns die Erntebewilligung für das neue Gebiet zu spät, dies bedeutet glücklicherweise nur unwesentliche Verzögerungen der Arbeit. Wesentlich mehr beeinträchtigt war die Erntetätigkeit durch das Auftreten von frühen und starken Regenfällen, die bereits im September begannen. Normalerweise ist dies erst ab Dezember der Fall, wenn das Holz bereits geerntet ist, aber das Rundholz noch nicht vollständig aus dem Wald transportiert wurde. Diese ausserordentliche Witterung bedeutete für uns, dass wir die Ernte nicht planmässig Mitte November abschliessen konnten, sondern erst im Dezember und dies bei schwierigen Bedingungen. Der Rundholztransport hätte planmässig im Februar 2020 abgeschlossen sein sollen. Dies wurde jedoch durch eine unrechtmässige Blockierung der Logistik durch das Ministerium verhindert. Diese Behinderung ist zum wiederholten Mal ein klarer Fall von Amtsmissbrauch und Korruption, was zu einer weiteren juristischen Klage unsererseits führen wird. Bereits 2019 reichten wir eine Schadenersatzklage in der Höhe von rund EUR 0.9 Millionen gegen den Staat ein. Dies aufgrund der Beeinträchtigungen und Ereignisse im Jahr 2018.

Das Investitionsvolumen in Brasilien betrug rund EUR 0.8 Millionen. Diese wurden für den Ausbau des Strassennetzes, neue Infrastruktur, Erneuerungsmassnahmen im Sägewerk und Transportmittel aufgewendet.

Die lokale Währung (BRL) nahm gegenüber dem Euro um rund 2.7 % an Wert zu. Die Verkäufe erfolgen zu 85 % in EUR, 10 % in USD und 5 % in BRL, während die Kosten praktisch zu 100 % in BRL anfallen. Dies führte zu einem leicht negativen Währungseinfluss auf die Ergebnisrechnung.

Die gesetzlichen Bestimmungen und die Verpflichtung zur nachhaltigen Nutzung der tropischen Wälder erfordern, dass unsere Unternehmung in Brasilien eine grosse Anzahl von verschiedenen Holzarten erntet. Dies stellt aber auch eine grosse Herausforderung dar und bedeutet auch eine erhöhte Komplexität für unsere operative Tätigkeit. Unsere permanente Aufgabe bleibt deshalb, die noch nicht oder zu wenig verwendeten oder die noch nicht bekannten Holzarten in den Export-Märkten zu fördern, deren Einsatzgebiete zu prüfen, ihre Bekanntheit zu steigern und auf dem Absatzmarkt zu etablieren. Im lokalen Markt bleiben die Marktpreise sehr tief und die Transportkosten zu den bevölkerungsreichen Gebieten im Süden des Landes hoch. Ebenfalls fehlt weitgehend das Bewusstsein für den Kauf von legal produziertem Holz und wir werden im Heimmarkt durch illegal geerntetes und deshalb günstigeres Schnittholz konkurriert. In der Folge bleibt unsere Wettbewerbsfähigkeit im lokalen Absatzmarkt eingeschränkt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir regelmässig neue Kunden in Europa, den USA und Asien für die Anwendung von weniger bekannten Holzarten für Exporte aus Brasilien gewinnen können. Zunehmend gelingt es uns, Kunden aufzuklären und zum Kauf zu bewegen, vielversprechende Partnerschaften einzugehen und Märkte für Produkte mit spezifischen Anwendungen des Holzes zu erschliessen.