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Weiterhin viel Ressourcen für Altlasten und Sonderfaktoren

Zurzeit sind rund 370 000 Hektaren der Waldfläche (­Eigenbesitz und kleinere Konzessionen) erntefähig. Wir haben weitere Anstrengungen unternommen, die rechtlich noch nicht gesicherten Landtitel zu legalisieren sowie neue Konzessionen zu evaluieren und zu sichern. Ebenfalls versuchen wir, Landflächen, die sich in Schutzzonen befinden (rund 41 000 ha), mit produktiver, nutzfähiger Fläche zu tauschen. Dazu stehen wir in Verhandlung mit der Regierung.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Wertberichtigungen auf rund 60 000 ha Landfläche vorgenommen, die vorher nur teilweise abgeschrieben waren. Dies aufgrund der aktuellen Einschätzung, dass wir voraussichtlich den Rechtsstreit um dieses Land verlieren werden.

Gleichzeitig finden Verhandlungen mit den «neuen» Eigentümern statt mit dem Ziel, einen Konzessionsvertrag abzuschliessen, um dieses Waldgebiet dennoch waldbaulich nutzen zu können.

Im Berichtsjahr ergaben sich keine neuen Erkenntnisse betreffend der beiden, hohen, angedrohten Bussen aus dem Jahr 2002 und 2007. Die damals erfolgte Strafandrohung der brasilianischen Umweltschutzbehörde IBAMA sowie eine angedrohte Grundstücksteuerbusse sind nach wie vor laufende Rechtsfälle unserer Anwälte und wir gehen davon aus, dass sich die Angelegenheit mit den bereits getätigten Rückstellungen lösen lässt.

Precious Woods Amazon in Kürze

Precious Woods ist in Brasilien im Bundesstaat Amazonas seit 1996 tätig. PW Amazon betreibt bei Itacoatiara, 170 Kilometer östlich von Manaus, nachhaltige Forstwirtschaft auf 472 576 Hektaren eigenem Land und Konzessionen (Stand Ende 2019). PW Amazon ist seit 1997 nach den FSC-Kriterien zertifiziert. Im Dezember 2017 erfolgte zusätzlich die Zertifizierung nach den Richtlinien des PEFC. Zertifizierte Wälder werden auf der Grundlage eines geprüften Ernteplans auf nach­haltige Weise bewirtschaftet, indem auf einer Hektare Wald lediglich zwei bis drei Bäume in einem Zyklus von 35 Jahren geerntet werden. Diese sanfte und nach­haltige Nutzung schafft gleichzeitig eine Einkommensquelle für die einheimische Bevölkerung, was wiederum zum Schutz des Waldes beiträgt. Das geerntete Holz wird im eigenen Betrieb zu Schnittholz, Hobel­ware, Rammpfählen und Fertigprodukten verarbeitet. Die Holzprodukte werden nach Europa, in die USA und nach Asien exportiert sowie auf dem lokalen Markt verkauft.