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Reduziertes Erntevolumen, gesteigerte Produktionsmengen, höhere Ausbeute

Das Erntevolumen lag bei 160 300 m3 Rundholz und damit 15 % tiefer als im Vorjahr. Die bereits im September, viel zu früh eintretenden starken Regenfälle, haben die Erntetätigkeit stark eingeschränkt. Wir konnten nicht das gesamte Volumen fällen und ca. 25 000 m3 Rundholz werden erst im Sommer 2022 geerntet werden können. Im Sägewerk wurden 162 400 m3 Holz verarbeitet, 1.3 % weniger als im Vorjahr. Die Ausbeute konnte erneut gesteigert werden. Daraus resultierte eine um 3.5 % höhere Schnittholzproduktion von total 39 600 m3 (Vorjahr: 38 300 m3). Das Produktionsjahr begann Mitte Januar. Die jährlichen Unterhaltsarbeiten im Sägewerk wurden im Juni vorgenommen, zeitgleich mit dem Produktionsunterbruch aufgrund des knappen Rundholzlagers. Zu diesem Zeitpunkt führte die verzögerte Evakuation von 30 000 m3 aus dem Wald aus der Ernte 2020 zu Erschwernissen in der Verarbeitung. Der Personalmangel bei den Behörden infolge der Pandemie führte auch im Jahr 2021 zu verschiedenen Behinderungen bei der Erntetätigkeit. Die Erntebewilligung für den zweiten Teil unserer Waldflächen kam erneut rund zwei Monate zu spät. Dadurch wurde die Erntetätigkeit zwar unterbrochen, jedoch konnten Beurlaubungen vermieden werden. Wir erstellten ein neues, temporäres Camp in der Ernte­region, in welchem rund 180 Mitarbeitende untergebracht werden können. Temporär deshalb, weil es nur für zwei Ernteperioden betrieben werden wird und anschliessend die regulären Camps mit festen Installationen wieder zum Tragen kommen.

Leider waren die Unterhaltskosten für die Forstmaschinen aufgrund deren Alters relativ hoch. Wir werden deshalb im Jahr 2022 einen Teil des Maschinenparks ersetzen. Die zusätzliche Linie für kurze Stämme im Sägewerk wirkte sich positiv aus. Zudem konnten wir wiederum für den lokalen Markt produzieren und damit mit einer höheren Ausbeute nicht exportfähige Holzarten verarbeiten. Der Kampf gegen den illegalen Holzhandel der Behörden wird weiterhin geführt, was wir sehr begrüssen. Aufgrund dieser Aktivitäten gehen wir davon aus, dass wir auch im Jahr 2022 auf eine lokale Nachfrage zählen dürfen. Deshalb planen wir einen weiteren Ausbau unserer Tätigkeiten und die Errichtung eines kleinen Schnittholzlagers in Sao Paulo. Wir werden in dieser Region höhere Durchschnittspreise erzielen können als in der Region Manaus, werden jedoch eine Einbusse bei der Ausbeute hinnehmen müssen.